Mikroplastik im Mittelmeer - eine nachhaltige Klassenfahrt mit Herolé

Mikroplastik Meer Herolé Istrien

Mikroplastik in den Meeren

Wie wir schon lange wissen, ist Plastik nicht biologisch abbaubar. Es braucht hunderte von Jahren, um sich zu zersetzen und wird nicht komplett vergehen, sondern nur stetig zerkleinert. Dieses Mikroplastik gelangt über Kleinstlebewesen und Fische bis in die Nahrungskette der Menschen. Wie gesundheitsschädlich diese Plastikbelastung für uns Menschen ist, konnten noch keine Studien belegen. Aber für die Umwelt und die Ökosysteme sind die Auswirkungen schon jetzt messbar. 

Eine nachhaltige Klassenfahrt als Forschungsprojekt

Hier setzt das Projekt mit Herolé an. Um so effizient wie möglich gegen Mikroplastik anzugehen, sind Forschungserkenntnisse wichtig. Denn nur, wenn ein Problem verstanden ist, kann es auch gelöst werden. Deshalb ist die Mithilfe bei Untersuchungen zu Mikroplastik auch so wichtig. Im Rahmen einer einwöchigen Klassenfahrt reisen die SuS nach Pula in Kroatien. 

Dort bekommen sie wissenschaftliche Einführungen in die Meeresbiologie und entnehmen Proben an der Küste, um den Gehalt von Mikroplastik im Meer zu ermitteln. Die von den SuS gesammelten Erkenntnisse fließen in eine Datenbank und werden analysiert, kartografiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt läuft jahrelang und die Daten sagen zuverlässig aus, welche Sorten Plastik in welchem Ausmaß wo im Mittelmeer vorkommen. 

Aber die Woche dient nicht nur der Ergänzung von Datensätzen - die SuS lernen wissenschaftliche Methoden kennen und werden nachhaltig für das Ökosystem Meer sensibilisiert. So können didaktische und pädagogische Aspekte mit der Wissenschaft verbunden werden und tausende SuS erheben zusammen relevante Daten.

Das MINT Profil - die perfekte Vorbereitung

Gerade Klassenzüge mit dem Schwerpunkt MINT (ein Akronym aus den Begriffen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) können von der nachhaltigen Studienfahrt profitieren. Passend zum Schwerpunkt Biologie lernen die Schüler das Meer als Ökosystem kennen und beleuchten die Wechselwirkungen zwischen den Menschen und dem Meer. 

Unter dem Mikroskop untersuchen die SuS Proben und bestimmen biotische und abiotische Proben. Für den Chemie-Schwerpunkt lernen die Schüler die Mikroplastikextraktion kennen. Schließlich untersuchen sie Sedimente, führen die Überlaufmethode und eine Korngrößenbestimmung durch und bedienen damit den Schwerpunkt der Physik. 

Angewandte Wissenschaft für Schülerinnen und Schüler

Damit der Mehrwert für die Klassenfahrt so groß wie möglich ist, hat der WWF Deutschland eine Lehrerhandreichung “Plastikmüll im Meer” veröffentlicht. Enthalten sind verschiedene Ansätze, wie das Thema zur Vorbereitung im Unterricht angegangen werden könnte. Sie ist kostenlos auf der Website herunterzuladen. Mit diesen Materialien wird die Fahrt zu einem ausgiebigen Schulprojekt

So vorbereitet, durchlaufen die SuS bei ihrem Aufenthalt in Istrien verschiedene Stationen. Im ersten Teil des Aufenthaltes in Kroatien bekommen die SuS erstmal theoretischen Input. 

  • Sie bereiten sich vor, studieren die Wechselwirkungen zwischen den Menschen und dem Meer, lernen typische Küstenlebensräume kennen und verfolgen Energie- und Stoffkreisläufe vom Land bis ins Wasser.  
  • Dann setzen sie sich mit Plastik auseinander und lernen die Produktion, Verwendung und Zersetzung von Kunststoff kennen. 
  • Schließlich beschäftigen sie sich mit der Müllproblematik in den Weltmeeren und besonders im Mittelmeer. 
  • Ein kurzer Abstecher in die nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen rundet die Vorbereitung ab. 

Dann folgt die tatsächliche Feldarbeit. 

  • Die SuS nehmen an der Küste alle Faktoren auf, die für die Messungen relevant sind. 
  • Sie kartografieren Küsten- und Strandprofile 
  • Sie listen die ansässigen Pflanzen und Tiere
  • vermessen den Strand 
  • analysieren die Sedimentzusammensetzung am Strand und die Korngrößen des Sandes 
  • Dann nehmen die SuS Sedimentproben und extrahieren das Mikro- und Makroplastik, um es zu bestimmen und bereiten die Proben auf. 

Schülerfreundliche Arbeit mit speziellem Werkzeug 

Um den SuS die Arbeit so einfach wie möglich zu machen, haben sie besonderes Werkzeug zur Verfügung. Denn die Datenerhebung erfolgt nur durch sie, nicht durch ihre wissenschaftlichen Betreuer. Sie arbeiten mit einer gezielt für das Projekt entwickelten Messeinheit, die transportabel ist und alle nötigen Elemente bietet, um Proben zu vermessen und zu bestimmen. Die Anwendung ist so angelegt, dass SuS aller Altersklassen die Datenerhebung durchführen können. Und sie ist so klein, dass sie an beinahe alle Strände mitgenommen werden kann - selbst an die schwer erreichbaren Abschnitte. 

Zusatzangebote für die ökologische Klassenfahrt 

Wer die gebotenen Aktivitäten noch selber ausbauen möchte, der kann weitere Ausflüge hinzubuchen. So können die SuS eine Meeresschule besuchen, die mit Meerwasseraquarien und Übungsräumen biologische Forschung und Lehre betreibt. Auf diese Weise gewinnen die SuS einen ganz praktischen Einblick in die Meeresbiologie. 

Und falls die SuS von der Wissenschaft immer noch nicht genug haben, kann die Klasse auf die nahe gelegene Insel Fratarski übersetzen, um dort Proben des Meeresbodens auf einem Schnorcheltauchgang zu entnehmen. Die Landschaft Istriens lernen die SuS bei einer Fahrradtour zum Kap Kamenjak kennen. Das ist der südlichste Teil des Gebiets, wo nach dem Radeln auch gebadet werden kann. 

Auf nach Istrien mit FUNDMATE

Die Klassenfahrt dient einer guten Sache und lässt die SuS aktiv teilhaben am Umweltschutz. Kost und Logis sowie den Aufwand der Lehrveranstaltungen allerdings können die Projektorganisatoren um WWF und Meeresschule nicht stellen. 

Wenn die Klassenkasse also die geplante Fahrt noch nicht ermöglichen kann und gefüllt werden möchte, hat FUNDMATE schon mal was vorbereitet. Mit einer Fundraising-Aktion können die SuS eigenverantwortlich ihre Fahrt finanzieren und das ohne Risiko oder Vorkasse. Im Schnitt kommen pro Aktion über 1000 € zusammen!