Trainerschein machen

Alles, was ihr zu Trainerscheinen, Kosten und Ablauf wissen müsst!

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Trainerschein Fußball, Reiten und Fitness

Hier erfahrt ihr die Besonderheiten der jeweiligen Trainerscheine und worauf ihr achten solltet.

Trainerschein Fitness

Wer im Fitnessstudio arbeiten möchte, braucht meist mindestens den Trainerschein Fitness B-Lizenz. Dafür lernt ihr alles über den Körper, das richtige Training und was ihr über Trainingsgeräte wissen müsst.

Ihr setzt euch damit auseinander, welche Muskeln es gibt und welche Übungen man für das Wachstum bestimmter Muskelgruppen durchführen kann. Das Ziel ist es, am Ende sinnvolle Trainingspläne schreiben zu können.

Der Trainerschein Fitness A-Lizenz baut auf den Trainerschein B auf und besteht aus mehreren Teilen. Neben den Trainerschein B braucht man eine Personaltrainer Lizenz und eine weitere Lizenz als medizinische:r Fitnesstrainer:in. 

Mit dieser letzten und höchsten Stufe stehen euch im Bereich Fitness alle Türen offen.

Trainerschein Fußball

Spielt ihr schon länger im Verein und möchtet die Jugendmannschaften trainieren, könnt ihr euch für eine Trainer C-Lizenz entscheiden. Dafür müsst ihr mindestens 16 Jahre alt sein. 

Die Trainer C-Lizenz beinhaltet 120 Lerneinheiten, davon 40 profilspezifisch. Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung ab. Mit dem Trainerschein Fußball C-Lizenz trainiert ihr die unteren beiden Jugendspielklassen und aktive Spieler:innen bis zur Kreisklasse A.

Als Jugendtrainer:in vermittelt ihr eure Kenntnisse und Erfahrungen an den Nachwuchs eures Vereins. Der Spaß und die Gemeinschaft stehen hier im Vordergrund. Nebenbei erlernen die Jüngsten die richtige Technik im Fußballtraining und im Trainingslager.

Mit dem Trainerschein B könnt ihr Männermannschaften bis einschließlich der 5. Liga trainieren, Frauenmannschaften unterhalb der 2. Bundesliga und Junior:innen unterhalb der Bundesliga. 

Möchtet ihr Spieler:innen in höheren Klassen trainieren braucht ihr den Trainerschein Fußball A-Lizenz.  

Trainerschein Reiten

Im Reitsport könnt ihr gleich viele verschiedene Trainerscheine machen. Ihr müsst euch entscheiden, ob ihr eure Trainerausbildung beispielsweise im Bereich Distanzreiten, Westernreiten, Voltigieren, Fahren, Gangreiten oder klassisch-barocke Reiterei absolviert.

Die Berufsbezeichnung Reitlehrer:in ist nicht geschützt. Dennoch ist es für das Unterrichten und die Haltung von Pferden wichtig, dass man auf fundierte Fachkenntnisse zurückgreifen kann.

Im Reitsport gibt es ähnlich wie im Fußball 3 Lizenzstufen. Bevor ihr euch dafür entscheidet einen Trainerschein zu machen, habt ihr die Möglichkeit Vorstufenqualifikation in verschiedenen Bereichen zu absolvieren.

Alles Wichtige zum Trainerschein

Ein Trainerschein ist je nach Verein, Verband und Liga unabdingbar, möchtet ihr euch als Trainer:in beteiligen. Um eine Trainerlizenz zu absolvieren, müsst ihr mindestens 16 Jahre alt sein. 

Andernfalls habt ihr die Möglichkeit, euch beispielsweise zum:r Jugendleiterassistent:in, Gruppenhelfer:in, oder Trainerassistent:in ausbilden lassen. So legt ihr einen Grundstein für eure Trainerlizenz, denn Vorqualifikationen können euch später angerechnet werden.

Holt euch hier die wichtigsten Infos zu:

Kosten

Je nach Lizenzstufe, Anbieter und Sportart unterscheiden sich die Kosten stark. Die einzelnen Lizenzstufen bauen inhaltlich aufeinander auf.

Lizenzstufe: C-Lizenz (Einstiegsebene) etwa 90 € bis 730 € (ca. 222 € beim BFB)
Hier wählt ihr zwischen den Schwerpunkten: Breitensport, Leistungssport, Jugendleiter:in oder Vereinsmanagement. Der Fokus liegt auf den breitgefächerten Grundlagen eurer Sportart. Im Bereich Leistungssport lernt ihr Talente frühzeitig zu entdecken und zu fördern.

Lizenzstufe: B-Lizenz (aufbauende Ebene) 400 € bis 1.630 € (ca. 335 € beim BFB)
Ihr entscheidet euch zwischen 3 möglichen Bereichen: Breitensport, Leistungssport oder Vereinsmanagement.

Für die B-Lizenz vertieft ihr eure Kenntnisse und lernt ergänzend mehr zu Motivation und Wettkampf. Am Ende sollt ihr Trainingseinheiten kompetent planen, organisieren und durchführen können.

Lizenzstufe: A-Lizenz (obere Ebene) etwa 150 € bis 5.270 € (ca. 335 € beim BFB)
Die A-Lizenz unterscheidet sich je nachdem, ob ihr Sportler:innen im Leistungssport oder im Breitensport trainieren möchtet. Im Breitensport werdet ihr zum:r Experte:in für Breiten- und Gesundheitssport ausgebildet und seid in der Lage sportliche Großveranstaltungen zu planen.

Möchtet ihr euch für die A-Lizenz Leistungssport bei dem DOSB anmelden, braucht ihr in der Regel neben der B-Lizenz, die Zustimmung eures Landesfachverbands.

Lizenzstufe: Diplomtrainer:in 1.980 € bis 2.750 €
Habt ihr die Trainerlizenz A Leistungssport abgeschlossen könnt ihr ein Diplomstudium absolvieren. Hier werdet ihr auf die Anforderungen als Trainer:in im Hochleistungssport vorbereitet.

Kostengünstig: Erkundigt euch bei eurem Sportverband, ob er Lehrgänge für Trainerlizenzen anbietet. Diese sind häufig günstiger als private Anbieter. Ausnahme: Fernlehrgänge mit spezifischem Inhalt (z.B. nur funktionelles Fitness Training).

Finanzierung

Die meisten Anbieter geben euch die Möglichkeit zur Ratenzahlung. Aber auch euer Sportverein kann sich an den Kosten beteiligen. Fehlen die finanziellen Mittel, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten eure Vereinskasse oder Mannschaftskasse zu füllen

Dazu gehören:

  • Sponsoring für Vereine: Ihr findet ein Unternehmen, dass euch finanziell durch Sach- oder Dienstleistungen unterstützt. Im Gegenzug macht ihr die Unterstützung und damit das Unternehmen bekannt. Eine Win-Win Situation für beide Seiten.
  • Spenden für Vereine: Seid ihr ein gemeinnütziger Verein, könnt ihr Spenden sammeln und Spendenquittungen ausstellen. Wir haben zusammengefasst, worauf ihr dabei achten müsst und welche steuerlichen Vorteile ihr nutzen könnt.
  • Fördermittel für Vereine: Welche Fördermittel es gibt und alle Infos, die ihr benötigt, um diese unkompliziert zu beantragen, findet ihr in unserem Beitrag zu Fördermitteln im Verein.
  • Förderverein: Dieser kann euch bei der Finanzierung von Trainerlizenzen helfen. Ihr habt noch keinen? Dann gründet jetzt euren Förderverein, belebt euer Vereinsleben und generiert einen konstanten Spendenfluss.

Vorausgedacht: Macht ihr einen Trainerschein, der vom DSOB anerkannt wird, zahlen Institutionen eher Zuschüsse an euren Verein. Dies geschieht, um qualitativ hochwertiges Training zu fördern.  

Ablauf & Dauer

Der Ablauf und die Dauer hängt davon ab, für welche Lizenz, Unterrichtsform und für welchen Anbieter ihr euch entscheidet. Häufig werden Blockunterricht, beziehungsweise Seminare an Wochenenden angeboten. 

Entscheidet ihr euch für eine Fernschule, bereitet ihr euch hauptsächlich selbstständig auf die Prüfung vor. Es kann sein, dass ihr regelmäßig Arbeiten abgeben könnt und auf diese Feedback erhaltet. 

Zunehmend bieten auch Verbände an, euch auf den Trainerschein online vorzubereiten.

Die Lizenz erhaltet ihr, wenn ihr die abschließende Prüfung bestanden habt.

Auch die Dauer richtet sich danach, für welchen Anbieter ihr euch entscheidet. Häufig gibt es nur eine geringe Anzahl von Präsenztagen. Doch müsst ihr zusätzliche Zeit zur Prüfungsvorbereitung einplanen.

Für die C-Lizenz sieht der DSOB mindestens 120 Lerneinheiten vor. Bei der B-Lizenz sind es mindestens 60 Lerneinheiten und für die A-Lizenz müsst ihr mindestens 90 weitere Lerneinheiten absolvieren. Eine Lerneinheiten dauert 45 Minuten.

Ausbildungsorte

Es gibt verschiedene Orte, wo ihr euren Trainerschein machen könnt.

Ihr könnt euren Trainerschein bei Sportverbänden (wie beispielsweise beim BFV), Sportuniversitäten oder privaten Anbietern absolvieren. Alternativ könnt ihr euch für den Studiengang Sportwissenschaften entscheiden.

Ein Qualitätsmerkmal der Ausbildung ist die Anerkennung der Trainerlizenz durch den Deutschen Olympia Sportbund (DOSB). Gerade wenn ihr im Verein arbeiten möchtet oder eine Karriere als Trainer:in plant, macht es Sinn darauf zu achten.